Mammutbäume
Mammutbaum (Sequoia gigantea)
Sie gleichen keinem anderen Baum, sie sind Botschafter aus einer anderen Zeit", schrieb 1962 der durch "Früchte des Zorns" bekannt gewordene amerikanische Autor John Steinbeck über die Küstensequoien. Am Besucherzentrum des Humboldt Redwoods State Park gibt ein aufgeschnittener Stamm Einblick in die Lebensgeschichte eines "kleinen Redwood". Die Zählung der Jahresringe verrät: 1148 nach Christus begann er zu wachsen, zur Zeit der Entdeckung Amerikas im Jahr 1492 war er mit 344 Jahren noch im Jugendalter, und im Jahr der Unabhängigkeitserklärung von 1776 feierte er gerade mal seinen 628. Geburtstag. Als dieser Redwood 1987 nach "nur" 839 Jahren fiel, hatte er eine Höhe von 90 Metern und einen Stammdurchmesser von 2,70 Metern erreicht. Dennoch war er eben nur ein "Jugendlicher" unter den Riesen, da die älteste bekannte Küstensequoie auf stolze 2200 Lebensjahre zurückblicken kann und die größte mit ihren 112,10 Höhenmetern ein 30stöckiges Hochhaus überragt!
Lange Zeit wusste man beispielsweise nicht, dass sie zu ihrer Fortpflanzung unbedingt Feuer benötigen. Die winzigen, in riesigen Mengen produzierten Samen keimen nämlich nur, wenn sie freien Raum vorfinden. Früher übernahmen natürlich auftretende Buschfeuer diese Aufgabe der "Reinigung" des Waldes von Unterholz - und sorgten dabei gleichzeitig für Düngung. Den von einer dicken, faserigen, fuchsroten Borke geschützten Stämmen der Redwoods konnten sie nichts anhaben. Heute, nachdem diese Abhängigkeit der Küstensequoien vom Feuer erkannt wurde, sichert man ihr Überleben durch kontrolliert gelegte "Feuer nach Vorschrift".
Quelle: Internetlink "Nationalpark Redwood"