Borkenkäfer
Borkenkäfer sind die kleinsten Käfer in der Insektenfamilie. Ihre Larven leben in der Rinde (rindenbrütende) oder im Holz (holzbrütende) von Bäumen und können diese durch Fraß oder Übertragung eingeschleppter Pilze so stark schädigen, dass sie entweder absterben oder das Holz nicht weiterverarbeitet werden kann.
Weltweit treten ca. 4000-5000 Artenl auf, in Europa werden 154 Arten in 3 Unterfamilien mit 39 Gattungen angegeben.
Die einzelnen Arten werden anhand des Verlaufes der Fraßgänge, den sogenannten Fraßbildern, unterschieden.
Sind günstige Bedingungen gegeben, z.B. Monokulturen, Trocken- und Hitzeperionden, Sturmereignisse, geschwächte Bäume oder Totholz, kommt es sehr schnell zur Massenvermehrung.
Durch Sauren Regen vorgeschädigter Wald ist für diese Waldschädlinge besonders anfällig.
Um die Gefahr von Borkenkäferbefall zu reduzieren, werden Nützlinge gefördert, zunehmend Monokulturen vermieden und Borkenkäferfallen aufgestellt.
Diese Fallen arbeiten mit Hilfe von chemischen Signalstoffen, den Pheromonen.
Sie dienen als Sexual-, Versammlungs- und Alarmstoff und werden zur biologischen Schädlingsbekämpfung eingesetzt.
Anhand der Fangzahlen aus diesen Fallen und Wettermessdaten kann sehr genau der nächste Zeitpunkt eines Borkenkäferfluges vorhergesagt werden. Forstämter und -betriebe nutzen diese Prognosen, um Bekämpfungsmassnahmen rechtzeitig einzuleiten.
Bei günstigen Temperaturen können aus einem vollständig befallenen Baum bis zu 100.000 fertige Käfer entweichen.


